Trends 2026: Nachhaltige Entscheidungen, Rundungen & Kontraste
Naturstein, Keramik und Quarz als Baumaterial: Fundament für eine nachhaltige und sinnliche Zukunft.
Die Rolle von Naturstein in Architektur und Design entwickelt sich rasant. Während das Material früher oft als letzter Schliff eingesetzt wurde, sehen wir heute eine klare Verschiebung hin zu Naturstein als vollwertigem Baumaterial. Im Jahr 2026 steht Naturstein für Nachhaltigkeit und langfristigen Wert sowie für ein sinnliches Erleben. Diese Qualitäten werden sowohl in Wohn- als auch in öffentlichen Projekten immer wichtiger.

The Stone Demonstrator - © Fotografie von Bas Princen
Naturstein gilt, wenn er verantwortungsvoll gewonnen und mit minimaler Bearbeitung eingesetzt wird, weithin als CO₂-arme Wahl. Im Gegensatz zu vielen anderen Materialien sind keine energieintensiven Schritte wie das Erhitzen erforderlich.
Ein inspirierendes Beispiel ist The Stone Demonstrator in London, ein Forschungsprojekt, das zeigt, wie Naturstein in der zeitgenössischen Architektur strukturell eingesetzt werden kann. Durch das Bauen mit massiven Steinelementen unterstreicht das Projekt die wachsende Rolle von tragendem Naturstein, um die CO₂-Emissionen in der gebauten Umwelt zu senken. Diese dreigeschossige Struktur reduziert die CO₂-Emissionen um bis zu 90 % im Vergleich zu Stahl und um bis zu 70 % im Vergleich zu Beton und zeigt, dass Innovation und Nachhaltigkeit hervorragend zusammengehen können.
Das eröffnet neue Perspektiven für Naturstein in der Stadtentwicklung: nicht nur als dekorative Oberfläche, sondern als langlebige, tragende und zirkuläre Lösung mit einer außergewöhnlich langen Lebensdauer.
Abgerundete Küchen-Arbeitsplatten und organische Formen: die Rückkehr der Weichheit
Ein Trend, der sich 2026 fortsetzt, ist der zunehmende Einsatz organischer, abgerundeter und ovaler Formen. Was wir im vergangenen Jahr bereits im Außenbereich gesehen haben, etwa in freien Grundrissen und Opus incertum, findet nun auch seinen Weg in Innenräume. Das passt zu einem breiteren Wunsch nach Komfort, Wärme und einem Gefühl von Geborgenheit.
In Küchen zeigt sich das in abgerundeten Arbeitsplatten, ovalen Inseln und fließenden Übergängen zwischen Küchen-Arbeitsplatte und Küchenrückwand. Naturstein, aber auch Oberflächen aus Feinsteinzeug, eignen sich dafür besonders gut: Sie verbinden Ästhetik mit Langlebigkeit.
Die Inspiration stammt teilweise aus den Siebzigern, jedoch mit einem zeitgemäßen Twist: dieselbe Verspieltheit und dieselben Kurven, umgesetzt in nachhaltigen, pflegeleichten und zukunftssicheren Materialien. Dunkle und erdige Töne verstärken den Effekt und passen perfekt zu dem, was oft als moderner Minimalismus bezeichnet wird: klar in Form und Linien, reich im Erleben. Dieser Trend knüpft außerdem an den Japandi-Stil an, der in den letzten Jahren dank seiner ruhigen, ausgewogenen Ausstrahlung und seines minimalistischen Charakters beliebt geblieben ist.

Abgerundete Küchen-Arbeitsplatte in Unistone Sinai Pearl

Abgerundete Küchenrückwand in Uniceramica Travertino Classico

Abgerundete Küchen-Arbeitsplatte in Unistone Vitoria Regia

Küchen-Arbeitsplatte & Küchenrückwand in Travertino Walnut
Im Jahr 2026 verschiebt sich der Fokus von rein visueller Perfektion hin zu einem sinnlichen Erleben. Materialien sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch zum Berühren einladen. Das wird als tactile living bezeichnet: ein Ansatz, der Oberflächen schätzt, die durch Textur und eine natürliche Anmutung die Sinne anregen. Naturstein spielt in dieser Entwicklung eine Schlüsselrolle.
Travertin ist dafür ein starkes Beispiel. Dank seiner charakteristischen Porenstruktur, die durch natürliche Ablagerungen und Hohlräume über lange Zeit entsteht, wirkt der Stein lebendig und spürbar. Naturstein-Oberflächen wie sensato und arenado sowie eine strutturata-Oberfläche bei Keramische Travertinvarianten verstärken diesen taktilen Charakter noch weiter. Sanfte Beige- und Cremetöne bringen Wärme und machen Steine wie Pietra Bicci und Sinai Pearl besonders beliebt.
Dieser Fokus auf das Fühlen lässt Innenräume geerdeter und wohnlicher wirken – als Gegenpol zu unserem zunehmend digitalen Alltag. Abgerundete Formen, weichere Oberflächen und helle Farbakzente, wie zuvor beschrieben, tragen zu einem Interieur bei, das Ruhe und Komfort ausstrahlt.
Weiße Küchen-Arbeitsplatte, charaktervolle Kücheninsel
Im Jahr 2026 setzen Küchen auf Kontrast: helle, oft weiße Küchen-Arbeitsplatten werden mit auffälligen Elementen in warmen, gezielt gesetzten Tönen kombiniert. Tiefes Grün, Rubinrot, Ockerbraun, edles Holz oder markante Designs wie Uniceramica Patagonia erscheinen auf Fronten, Modulen oder Details und schaffen Eleganz und Ausgewogenheit. Die neutrale Arbeitsplatte bringt Ruhe, während Akzente Tiefe und Charakter hinzufügen – für eine Küche, die zugleich frisch und einladend wirkt.
Dieser Trend passt perfekt zu Pantones Farbe des Jahres 2026: Cloud Dancer, einem weichen, luftigen Weiß, das mit Ruhe, Klarheit und stiller Reflexion verbunden wird. In Kombination mit dunklen oder erdigen Materialien entsteht ein starker Kontrast, der Raffinesse und Wärme ausbalanciert.
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Rote Kücheninsel, Küchen-Arbeitsplatte in Unistone Misterio Gold

Kücheninsel in Uniceramica Patagonia, Küchen-Arbeitsplatte in Unistone Bianco Extreme

Kücheninsel aus Holz, Küchen-Arbeitsplatte in Taj Mahal Quartzite
Erdige Töne bleiben ein Leitprinzip
Die Hinwendung zu erdigen und tieferen Farbtönen setzt sich 2026 fort. In Kombination mit organischen Formen betonen diese Farben den natürlichen Charakter von Stein und bringen Wärme und Tiefe in Küchen und Wohnbereiche. Denken Sie an Braun, Sand, Terrakotta und tiefe Grüntöne – besonders wirkungsvoll in Verbindung mit Holz.
Trendmaterialien:
Diese Farbpalette passt auch nahtlos zu Taj Mahal. Mit seiner warmen beigefarbenen Basis, der feinen Aderung und der geschichteten Textur fügt sich Taj Mahal ganz natürlich in den Trend zu weichen, organischen Tönen ein. Ob als Naturstein oder als verarbeitete Alternative gewählt: Es vermittelt eine ruhige, luxuriöse Ausstrahlung und bildet einen warmen Gegenpol zu dunkleren, erdigen Materialien.
Im Zentrum des Trends steht der weiß-beige, feinkörnige Quarzit mit beigefarbener Aderung und geschichteter Struktur, erhältlich in polierter oder Letano-Oberfläche. Doch auch andere Varianten sind sehr beliebt. Zudem wächst die Auswahl weiter – mit Optionen wie Taj Mahal Uniceramica (durchgefärbte Keramikplatten), Taj Mahal Unistone (Quarz) und Taj Mahal BQS (Quarz). Letztere, als jüngste Ergänzung, zeichnet sich durch einen weichen Beigeton und ein dezentes weiß-beiges Adermuster aus.
Das zeigt, wie sich dieser langlebige Trend mühelos an unterschiedliche Stile, Anwendungen und Budgets anpasst – von Küchen bis Bädern und von minimalistischen bis hin zu warmen und einladenden Interieurs.
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Küchen-Arbeitsplatte in Uniceramica Capraia
Eine raffinierte und zugleich aufmerksamkeitsstarke Anwendung ist die Kombination einer Naturstein-Arbeitsplatte mit einer Küchenrückwand aus kleineren Fliesen, ob farbig, Ton-in-Ton oder mit handwerklicher Optik. Das bringt Rhythmus und Textur in den Raum und setzt einen spielerischen Akzent, ohne die insgesamt ruhige Wirkung zu stören.
Kleinformatige Fliesen schaffen außerdem einen schönen Kontrast zur massiven, durchgehenden Steinfläche. Denken Sie an glänzende Mosaike, Terrakotta-Elemente, Fliesen im Zellige-Stil oder dezente erdige Töne, die die zuvor besprochene warme Palette aufgreifen. Das Ergebnis wirkt vielschichtig und einladend – und bleibt dabei elegant.
Ein gutes Beispiel ist eine Arbeitsplatte aus Kearmik in Uniceramica Capraia, kombiniert mit einer Küchenrückwand aus kleinen Fliesen in warmen Farbtönen. Die Akzentfarbe wird im Raum subtil wiederholt, was den Charakter der Platte unterstreicht und eine ausgewogene Mischung aus raffinierter Eleganz und zeitgenössischem Ausdruck schafft.
Biophiles Design: eine emotionale Verbindung zur Natur
Im Jahr 2026 entwickelt sich biophiles Design weiter und geht über Pflanzen und Grün hinaus, hin zu der Frage, wie Architektur und Materialien ein natürliches Erleben schaffen.
Abgerundete Formen, organische Texturen und Materialien wie Naturstein – oft kombiniert mit Holz oder dunkleren Tönen – reagieren auf ihren Kontext, harmonieren mit dem umgebenden Raum und stärken das Gefühl für den Ort. Dieser Ansatz fördert eine emotionale Verbindung zwischen Menschen und ihrer Umgebung, unterstützt das Wohlbefinden und passt zugleich zu den nachhaltigen Ambitionen des zeitgenössischen Designs.

Polygonalplatten in Sinai Pearl

Wandverkleidung in Muschelkalk Mooser

Innenboden in Pietra Bicci

Pepperino Dark – Lys-Uferpromenaden, Kortrijk
Naturstein im öffentlichen Raum: Wasser, Städte und Nachhaltigkeit
Naturstein spielt im öffentlichen Raum eine zunehmend wichtige Rolle. Immer mehr Städte geben dem Wasser wieder Raum, schaffen barrierearme Plätze und klimaresiliente Straßenräume; Kontexte, in denen Naturstein dank seiner Robustheit, Rutschfestigkeit, Authentizität und langen Lebensdauer besonders gut passt.
Projekte entlang von Flüssen und Wasserwegen werten nicht nur das Stadtbild auf; sie fördern auch Biodiversität, Komfort und Klimaadaption. In Belgien sind Beispiele das Cityriver-Projekt in Ostende, bei dem Pepperino Dark für die Pflasterung verwendet wurde, sowie die Kortrijker Leieboorden, wo sich die Stadt für Pepperino Dark an den Flussufern entschied. Diese Projekte zeigen, wie langlebige, gut ausgewählte Materialien zu einem wasserorientierten Stadtdesign beitragen können.

Wadi-Einfassungen in Tarn – Gedempte Zuiderdokken, Antwerpen
Naturstein spielt auch im Zuidpark in Antwerpen (Gedempte Zuiderdokken) eine Rolle – einem Projekt, das 2025 sowohl den Public Space Award als auch den Public's Award gewann. Das Konzept konzentriert sich auf Klimaadaption und Wassermanagement, unter anderem mit Elementen wie einer Wadi und Wasserrückhaltebereichen, die Regenwasser sammeln, Versickerung ermöglichen und den Druck auf das Kanalisationsnetz reduzieren. In diesem Kontext unterstützt Naturstein das Projekt durch seine langlebige, witterungsbeständige Performance – ohne Abstriche bei der Qualität des öffentlichen Raums.

Zuidpark in Antwerpen – © Fotografie von Isabelle Pateer